Pokerfinale 2015

Bericht von Sieger Karl

Am Dienstag den 29.12.2015 wurde zum alljährlichen Jahresfinale geladen. 8 Teilnehmer pilgerten zu Achim dem hiermit herzlich gedankt sei für die Ausrichtung des diesjährigen Finales. Auch ein herzlicher Dank an Nina, die eine leckere Quiche für die erste Pause vorbereitet hatte.  

Über das Jahr 2015 waren von den Teilnehmern in 10 Qualifikationsturnieren nach neuem Modus reichlich Chips erarbeitet worden:

  • Karl (49995)
  • Hans (31945)
  • Achim (29900)
  • Hartmut (22880)
  • Thomas (21075)
  • Nina (18840)
  • Moritz (18340)
  • Alex (18305)

Es versprach also ein spannendes Finale zu werden.

Und so ging es dann auch gleich munter los.

77, Flop: 6 7 9 rainbow. Jetzt gab es etwas Verwirrung, oder sollte ich sagen Achim hatte etwas Probleme beim Dealen. Er deckte versehentlich Pik-Bube auf, der damit aus dem Spiel war. Jedenfalls auf einen Raise von mir (Karl) prompt ein Reraise von Alex. Turn: Dame und es baute sich ein ordentlicher Pot auf. River noch eine 6 und damit das komplette Board: 6 D 6 7 9. Full house für mich. Nochmal 2000 angespielt. 6000 von Alex. Nur gecallt von mir (Angst vor 99 oder 66), aber Alex hatte glücklicherweise "nur" mit 108 die Straße gefloppt ;-) So konnte ich meinen Chip-Lead erstmal etwas ausbauen. Alex dagegen verständlicherweise etwas unzufrieden mit der Leistung des Dealers, denn wer weiß was passiert wäre, hätten wir nicht versehentlich den Pik-Buben gesehen ;-)

Dennoch war das Turnier dann bereits 2,5 h alt, als Alex als erster den Tisch verlassen musste. Mit AK all-in traf er auf mein 10er-Pärchen. Im Flop kam B 10 8. Doch die Dame wollte sich auf Turn und River nicht zeigen. Platz 8 für Alex.

In der Pause gut gestärkt mit Ninas Quiche ging es dann mit stetig steigenden Blinds weiter.

Als zweiter musste Moritz die Waffen strecken. Bereits etwas runter geblindet callte er mit DB Hartmuts all-in. Das war keine gute Idee, denn Hartmut hatte nicht das erwartete kleine Pärchen, sondern AD. So war Moritz dominiert und kurze Zeit später konnte er sich entspannt in seinem Ligestuhl zurücklehnen. Platz 7 für Moritz.

Nächster Wackelkandidat war Thomas. Mit K5 (ich) in Herz sahen wir den Flop: A A 7, mit A und 7 in Herz, also einen Flush draw für mich: der Pot wuchs mit einer kleinen Karte auf dem Turn. Und hier vermutlich eine Ungenauigkeit von Thomas. Statt sich hier mit einem All-in gegen den Flush-draw zu schützen, spielte er mit 107 nur ein geringes Raise. So kam es wie es kommen musste. Auf dem River der Herz-Bube und damit Nut-Flush für mich. Thomas kam auf grund seiner nicht mehr all zu vielen Restchips nicht mehr raus. Platz 6 für Thomas.

Mit fünf verbleibenden Spielern dann ein zäher Kampf, bei langsam aber sicher unangenehm werdenden Blinds. Nina spielte sehr gut mit und konnte meinen Stack deutlich schröpfen. Mit dem getroffenen Flush auf dem Turn kam ich nicht raus. Leider hatte ich nur den Flush mit Bube hoch. Nina dagegen mit K hoch. Bitter bitter.

Auch Hartmut hatte mittlerweile auf Jammermodus umgeschaltet, nachdem er bei einem Bluff erwischt worden war. Bei einem Coin filp konnte er allerdings dann wieder aufdoppeln, und so blieben alle Teilnehmer im Spiel.

Jetzt kam die Zeit von Hans, er hatte sich inzwischen einen beachtlichen Stack aufgebaut, nachdem er sich zu Beginn erstaunlich diszipliniert im Hintergrund gehalten hatte. Er deckte mehrfach BB auf, und alle dachten, er hätte seinen Beinamen "Hans im Glück" durchaus nicht zu Unrecht. Doch dann traf ihn der Fluch der zwei Asse. Nachdem ich mich bereits zum small stack runter gearbeitet hatte war ich mit 22 all in, Hans AA. Im Flop die 2. Und ich war wieder im Spiel. Nicht lange Zeit später riskierte ich mit 109 in Kreuz ein weiteres all-in. Und wieder sah ich mich Hans mit AA gegenüber. Mit D8 in Kreuz auf dem Flop bahnte sich das Unvermeidliche an. Auf dem Turn zu allem Überfluss das Kreuz-A. Für mich zum Flush. Hans hoffte noch auf einen Full house auf dem River, doch der wollte einfach nicht kommen. Etwas peinlich für mich, zweimal die Asse ausgeknockt, und Hans muss wohl umgetauft werden in "Hans im Pech".

Nachdem lange Zeit niemand rausfliegen wollte, dann die Hand die gleich zwei erwischen sollte. Nina bei hohen blinds mit KB all-in. Ich nochmal drüber mit AK all-in. Und auch Hans, aufgrund seiner verlorenen Asse deutlich geschröpft, mit A10 dabei. K im Flop. Ausnahmsweise gewann mal die besste Hand. Damit Platz 5 für Hans. Und Platz 4 für Nina, die mit mehr Chips in den Show down gegangen war.

Da waren's nur noch 3. Achim, der sich zwar über die ein oder andere Hand ärgerte aus der er wohl mehr hätte ausfringen wollen, Hartmut, dem der Jammermodus wohl gut getan hatte, und meine Wenigkeit, der AA-Killer ;-) Bei den inzwischen extrem hohen Blinds (5000/10000), war es dann aber auch mehr ein Glücksspiel.

Kaum sah man ein Bild, waren auch schon alle Chips in der Mitte. Hartmut K4 gegen mein A8. Die bessere Hand gewann. Platz 3 für Hartmut.

Im Headsup: mit annähernd gleich vielen Chips: Achim gegen mich. All-in hin und her, bis zur entscheidenden Hand. Ohne Erhöung sahen wir folgenden Flop: K95 drei mal Pik. Achim spielte an. Ich hatte mit 93 off das mittlere Pärchen getroffen. Gecallt. Auf dem Turn kam die 2 (nicht in Pik): Und jetzt waren alle Chips drin. Achim hatte zu seinem Flush draw mit Pik-B auch noch die 2 getroffen. Doch auf dem River kam keiner seiner 13 outs. Damit nach ca. 7,5 h Spielzeit: Platz 2 für Achim.

Und sagen wir's mal so: der Glücklichste hat gewonnen. Ich finde es war einen wirklich hochklassiges Finale mit vielen Höhen und Tiefen, und bis zum Vierling von Achim war alles dabei. In diesem Sinne wünsche ich auch in 2016 wieder viel Spass beim Pokern.

Euer neuer Pokerking Karl


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