Die Kappe rächt sich auf der heimischen Terrasse
Unterheinriet, 5. August 2011 ab ca. 23:00 Uhr:
Da, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen,
da, wo sich die Kappe immer zum Rauchen zurückzieht,
da, wo sonst um 23 Uhr nichts los ist,
da durfte sich Flo im hart umkämpften Headsup
zeigen lassen, wie das richtig geht :)
Doch wie kam es zu dieser Unterheinrieter
Terrassen-Headsup-Premiere?
Nun ja, immerhin 6 Poker-Begeisterte fanden sich wie gewohnt um ca. 20 Uhr im Landfrauenheim (Sportheim war geschlossen) ein.
Doch das gelbe Trikot Hans machte den Fehler, sich in der für ihn entscheidenden Hand mit der Kappe (also meinereiner) einzulassen. Ich hatte nach Flop und Turn nichts getroffen, aber immerhin zwei Herz auf der Hand und nach dem Turn hatte ich schon vier. Allerdings hatte Hans zu diesem Zeitpunkt schon eine Straße und wollte mich erst nach dem River abziehen. Zum Unglück für Hans kam auf dem River noch ein Herz, so dass ich nun einen Flush hielt und seine Straße nichts mehr wert war. Wusste er natürlich nicht und dachte auch keine Sekunde dran, dass er hinten liegen könnte. Ich legte dann einige Chips vor, in der Hoffnung dass Hans eine Strasse getroffen hatte und zum Glück für mich und Pech für Ihn ging er dann mal flugs All in, das ich natürlich mit Freuden callte.
Was lernen wir daraus? Sag ich net, macht ruhig den gleichen Fehler noch mal ;)
Danach kam die große Zeit von Flo, der seinen Killer-Instinkt auspackte und nach und nach drei Poker-Stars aus dem Rennen nahm.
Zunächst war Gustav an der Reihe, er hatte AS und Dame, Flo hatte nette Zehner auf der Hand. Gustav mit schon relativ wenig Chips und so kam es zum ca. 50:50 Showdown, doch Gustav sah weder As noch Dame auf Flop, Turn und River und so wars geschehen.
Danach war Nina dran, sich von Flo die letzten Chips abnehmen zu lassen, leider weiß ich im Moment nicht mehr, welche Hände da aufeinandergetroffen sind.
Karl, der anfänglich einige Chips verloren hatte und sich dann aber nach und nach wieder aufrappelte, war das nächste Opfer von Flo. Wieder As und Dame (Karl) gegen zwei Zehnen (Flo), doch diesmal hielten die Zehnen und Karl musste die Segel streichen.
Nun war es so um 22:30 Uhr, Flo (mit gerundet 9.500 Chips) und ich (gerundet 8.600 Chips) waren im Heads-Up. Da mittlerweile auch alle Schacher fertig waren und Thomas Unterkoffler natürlich gerne heim wollte, haben wir beschlossen, das Heads-Up auf der heimischen Terrasse auszutragen. Also alles eingepackt (auch das gelbe Trikot, das mir Hans freundlicherweise überließ) und heim in die Weltstadt Unterheinriet.
Heads-Up
Dass Flo keine Chance haben würde, war eigentlich klar. Schließlich durfte ich auf meiner geliebten Terrasse mein Bierchen trinken und auch noch rauchen, sodass ich mich so richtig wohl fühlte und gar keinen Gedanken dran verschwendete, verlieren zu können. Und dass ich zweimal hintereinander ein Heads-Up gegen Flo verlieren könnte, durfte natürlich auch net sein.
Mit Blinds von 200 und 400 gings los, wir beide spielten gewohnt zurückhaltend so dass sich längere Zeit nichts tat. Ab und an habe ich seinen Big Blind angegriffen und eingesammelt (er bekam wohl richtige Mistkarten), aber so wirklich tat sich eine Zeitlang nichts.
Bei dann 300 und 600 ging es dann schon aggressiver zur Sache, meine Karten waren ok, seine waren wohl immer noch bescheiden.
Trotzdem überlebte er noch zwei All Ins mit schlechteren Karten, bis letztendlich mein Baby As gegen sein Baby-König antrat, wir beide nichts trafen und ich damit das Heads-Up gewinnen konnte.
So schlimm für Flo war es auch nicht, dank seiner gesammelten Killerpunkte hatte er am Schluss genau so viele Punkte für die Jahreswertung erspielt wie ich.
Endstand
1. Hartmut (5+2= 7 Punkte)
2. Flo (4+3= 7 Punkte)
3. Karl (3+0= 3 Punkte)
4. Nina (2+0 = 2 Punkte)
5. Gustav (1+0 = 1 Punkt)
6. Hans (hat dazugelernt)